Energieverbund Nord
Windenergie in Norddeutschland

Daten. Strategie. Bessere Entscheidungen.

Beschaffungsstrategien für Ihr Unternehmen.

Nicht jedes Unternehmen benötigt dieselbe Einkaufsstrategie. Entscheidend sind unter anderem Verbrauchsprofil, gewünschte Planungssicherheit, Risikobereitschaft, Vertragslaufzeit und Marktsituation. Wir ordnen diese Faktoren gemeinsam ein und entwickeln daraus eine passende Beschaffungsstrategie.

Die vier Modelle

Chancen und Grenzen im Überblick

Festpreis

Planungssicherheit und klare Kalkulation

Der Energiepreis wird für einen vereinbarten Zeitraum festgeschrieben.

Vorteil
Hohe Budget- und Planungssicherheit sowie Schutz vor steigenden Marktpreisen innerhalb der Preisbindung.
Zu beachten
Fällt der Markt nach dem Abschluss deutlich, profitiert der Kunde innerhalb der Preisbindung in der Regel nicht automatisch davon.

Spotmarkt

Marktnah und flexibel

Die Beschaffung orientiert sich an kurzfristigen Marktpreisen und kann Marktchancen bei niedrigen Preisen nutzen.

Vorteil
Hohe Flexibilität und unmittelbare Teilnahme an günstigen Marktphasen.
Zu beachten
Preise können schwanken; Planungssicherheit ist geringer und eine laufende Marktbeobachtung gewinnt an Bedeutung.

Tranchenbeschaffung

Schrittweise einkaufen

Der erwartete Energiebedarf wird in mehreren Teilmengen zu unterschiedlichen Zeitpunkten beschafft.

Vorteil
Das Risiko eines einzigen ungünstigen Einkaufszeitpunkts wird verteilt.
Zu beachten
Die endgültige Preisbasis entsteht schrittweise und ist bis zur vollständigen Beschaffung nicht vollständig fixiert.

Hybridmodell

Sicherheit und Flexibilität kombinieren

Ein Teil des Energiebedarfs wird abgesichert, ein weiterer Teil bleibt variabel bzw. marktnah.

Vorteil
Individuelle Balance zwischen Planungssicherheit und Marktchancen.
Zu beachten
Struktur und Anteile müssen zum Verbrauchsprofil und zur Risikobereitschaft des Unternehmens passen.

EVN-Vorteil im Spotmodell

Flexibel vom Spotmarkt in den Festpreis

Bei ausgewählten von EVN vermittelten Spotmodellen besteht – sofern dies im konkreten Produkt vertraglich vorgesehen ist – innerhalb der Vertragslaufzeit die Möglichkeit, einmal vom variablen Spotmodell in einen Festpreis zu wechseln. So kann ein Unternehmen zunächst Chancen des Spotmarktes nutzen und später zusätzliche Planungssicherheit schaffen, wenn sich am Terminmarkt ein attraktives Preisniveau ergibt.Die Wechselmöglichkeit hängt vom konkret vermittelten Produkt und dessen Vertragsbedingungen ab.

Welche Strategie passt?

Entscheidungskriterien

  • Verbrauchsprofil und Lastgang

    Gleichmäßiger oder stark schwankender Bedarf?

  • Planungssicherheit

    Wie wichtig ist ein fest kalkulierbarer Energiepreis?

  • Risikobereitschaft

    Wie viel kurzfristige Preisschwankung kann und will das Unternehmen tragen?

  • Marktsituation und Beschaffungszeitpunkt

    Welche Optionen stehen aktuell zur Verfügung?

  • Vertrags- und Unternehmensziele

    Flexibilität, Kostenstabilität und operative Anforderungen.

Praxisbeispiel

Nur als Illustration, nicht als pauschale Empfehlung

Beispiel: Ein Unternehmen könnte einen Teil seines erwarteten Bedarfs über einen Festpreis absichern und einen weiteren Anteil variabel am Spotmarkt belassen – zum Beispiel 70 % abgesichert und 30 % Spot. Ob eine solche Aufteilung sinnvoll ist, hängt immer von Verbrauch, Risikoprofil, Marktumfeld und den konkreten Vertragsmöglichkeiten ab.

FAQ

Häufige Fragen

Welche Beschaffungsstrategie passt zu meinem Unternehmen?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Verbrauchsprofil, Planungssicherheit, Risikobereitschaft und Marktsituation bestimmen, welches Modell sinnvoll ist. Wir ordnen diese Faktoren gemeinsam mit Ihnen ein.

Was ist der Unterschied zwischen Festpreis und Spotmarkt?

Beim Festpreis wird der Preis für einen Zeitraum fixiert – das schafft Planungssicherheit. Am Spotmarkt orientiert sich der Preis an kurzfristigen Marktpreisen – das bietet Chancen, bringt aber Schwankungen mit sich.

Wie funktioniert Tranchenbeschaffung?

Der erwartete Bedarf wird in mehreren Teilmengen zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingekauft. So verteilt sich das Risiko eines ungünstigen Einkaufszeitpunkts.

Was ist ein Hybridmodell?

Ein Hybridmodell kombiniert abgesicherte und variable Anteile. Das Verhältnis richtet sich nach Verbrauch und Risikobereitschaft.

Kann ich aus dem Spotmarkt später in einen Festpreis wechseln?

Bei ausgewählten von EVN vermittelten Spotmodellen kann innerhalb der Vertragslaufzeit ein Wechsel in einen Festpreis möglich sein – sofern dies im konkreten Produkt vertraglich vorgesehen ist.

Welche Daten benötigt EVN für eine Strategieempfehlung?

Hilfreich sind Jahresverbrauch, Lastgangdaten sofern vorhanden, bestehende Vertragslaufzeiten sowie Ihre Ziele hinsichtlich Planungssicherheit und Flexibilität.

Weiterlesen: Festpreis oder Spotmarkt? · Gewerbestrom & Gewerbegas · Übersicht

Strategieberatung

Beschaffungsstrategie besprechen

Wir analysieren Ihre Ausgangssituation und besprechen gemeinsam, welche Beschaffungsmodelle für Ihre Ziele sinnvoll sein können.

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